Der Verein
Entwicklung und Ziele des Vereins Bergisches Chorfest e.V
1950 veranstaltete der Männergesangsverein Burg auf Schloss Burg an der Wupper das 1. Sängertreffen. Der damalige Oberkreisdirektor Hofmann des Rhein - Wupper - Kreises initiierte finanzielle Unterstützung durch die öffentlichen Körperschaften. 1952 fand dann das 1. Bergisches Chorfest in der Regie der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Berg. Land auf Schloss Burg statt.
Es sollte eine gemeinschaftliche Angelegenheit der Bergischen Städte und Kreise sein, die sich in der damaligen Notgemeinschaft zusammengeschlossen hatten. "Die Bergische Sängerschaft soll sich in einer Gemeinschaft zusammenfinden, die keine Vereinsgrenzen kennt. Alle singenden Gemeinschaften sind zur Teilnahme eingeladen". So lautete der Aufruf des 1. Schirmherrn des „Bergische Chorfestes", OB Schmeißing aus Wuppertal.
Das „Bergische Chorfest" ist heute ein eingetragener Verein, in dem die Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid und die Kreise Oberberg (Gummersbach), Mettmann und Rhein-Berg (Bergisch Gladbach) Mitglieder sind und durch den jeweiligen Oberbürgermeister oder Landrat vertreten werden.
Mitglieder sind außerdem die 7 Bergischen Sängerkreise:
- Chorverband Bergisch Land/Remscheid,
- Sängerkreis Wuppertal,
- Kreissängervereinigung Solingen,
- Rheinisch Bergischer Sängerkreis,
- Sängerkreis Niederberg,
- Sängerkreis Oberbergisch Land,
- Sängerkreis Rhein-Wupper/Leverkusen,
- der MGV Burg/Wupper als Traditionsverein
In den ersten Jahren fand das „Bergische Chorfest" ausschließlich in Burg statt. Später in den 60er Jahren wurde dies erweitert auf die angehörenden Städte und Kreise. Die örtlichen Sängerkreise wurden zur Mitwirkung bei der Organisation der Veranstaltungen herangezogen. Es wurde ein wechselnder Turnus von 2 Jahren festgelegt, so dass jeder Sängerkreis in die Organisation eingebunden ist. Die Schirmherrschaft übernimmt immer der jeweilige Oberbürgermeister oder Landrat.
Das Motto des Vereins lautet: "Das Bergische Chorfest - Mustermesse des Bergischen Chorgesanges". Es ist das Bestreben, Chormusik auf hohem Niveau zu präsentieren und anspruchsvolle Literatur aus allen Epochen und Genres herauszustellen, ob nun a cappella oder instrumental begleitet. Der Schwierigkeitsgrad eines Werkes ist dabei nicht ausschlaggebend für die Aufnahme in ein Programm. Das Werk muss in herausgehobener Qualität vorgetragen werden. Ein weiteres Anliegen ist es, die Werke Bergischer Komponisten zur Aufführung zu bringen und so der Nachwelt zu erhalten. Hin und wieder vergibt das „Bergische Chorfest" auch Kompositionsaufträge an bedeutende Komponisten.
Zu den Veranstaltungen sind alle Chorvereinigungen weltlicher oder kirchlicher Prägung des Bergischen Landes eingeladen ohne Rücksicht auf die Zugehörigkeit zu etwaigen Chorverbänden.
Das „Bergische Chorfest" ist damit ein lebendiger Anschluss an eine reiche chormusikalische Tradition, die es gilt, mit den Mitteln modernen Chorsingens neu zu beleben. Ziel ist es, menschliche Begegnung und musikalische Leistungen weiter zu führen, Vorbild bei der Programmgestaltung der Konzerte zu sein und Anregungen zu geben in der Erprobung neuer Musizierformen.

