Die Kraft der Orgel
13.5.2010 Rundschau Rhein-Berg
Von Henrike Wiemker
ALTENBERG. Chormusik aus verschiedenen Epochen gab es am Sonntagabend in Altenberg zu erleben. Der seit mehr als fünfzig Jahren bestehende Verein Bergisches Chorfest e.V veranstaltete ein Kirchenkonzert, bei dem sechs verschiedene Chöre aus der ganzen Region mit wirkten. Zwar war durch die angeschlagenen Mikrofonanlage des Altenberger Doms die Ansage zu Beginn des Konzertes kaum zu verstehen, die Chöre selbst waren jedoch meist gut hörbar, auch im hinteren Teil des weitläufigen Doms.
Das Konzert begann mit einem Orgelsolo durch Domorganist Rolf Müller, das die klangliche Kraft der Orgel eindrucksvoll demonstrierte. Danach wirkte der erste Chor, der Kammerchor Langenfeld unter der Leitung von Klaus Meiser, zwar zunächst etwas schwach, konnte jedoch nach einigen Stücken durch stimmliche Qualität überzeugen.
Die drei mitwirkenden Männerchöre MGV Rösrath, Remscheider Männerchor Germania (Leitung: Claudia Rübben-Laux) und Kammerchor Remscheid stellten stimmgewaltig die Kraft von guten, männlichen Stimmen dar. Einzig bei dem von der Orgel begleiteten Werk von Johann Sebastian Bach, gesungen vom MGV Rösrath unter der Leitung von Stefan Wurm schien die mächtige Orgel zwischenzeitlich die Stimmen schlichtweg zu übertönen. Diesen ersten Eindruck konnte der Chor jedoch durch Stücke von Hans Weiss-Steinberg und Piotr Janszak, die in hoher Qualität vorgetragen wurden, mehr als wettmachen.
Der Kammerchor Remscheid präsentierte unter anderem drei überzeugende Eigenkompositionen des Chorleiters Gus Anton.
Die weiteren mitwirkenden gemischten Chöre waren „Pro Musica Ronsdorf" unter der Leitung von Renate Schlomski und der Singkreis Leverkusen unter Leitung von Karl-Heinz Schlechtriem.

