Schon Luther sagte:

"Singen ist eine edle Kunst"

 

 

 

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11. Oktober 2017 | 00.00 Uhr

Ratingen

Bergisches Chorfest begeistert im Trimborn-Saal

Ratingen. Im vollbesetzten Ferdinand-Trimborn-Saal begrüßte der Vorsitzende des "Bergischen Chorfestes" Heinz Lange das zum Teil aus dem gesamten Ober- und Niederbergischen Raum angereiste Publikum zu einem außergewöhnlichen Konzert.

Von Werner Schürmann

Die Mitglieder des Kammerchors Hardenberg 1981 trugen einen Strauß alter deutscher Volksliedsätze von W.A.Mozart, F.Mendelssohn Bartholdy, F. Silcher und J. Brahms vor, wobei das Mozartlied "Männer suchen stets zu naschen" besonders gefiel. Leider wurden alle sechs Vorträge von der Leiterin Anna Levina-Mejeritski vom Klavier aus dirigiert.

Herrlich erfrischend das Klarinetten-Trio der Musikschule mit einer Komposition von Neil Garland mit dem Titel "Pepper and Salt". Unter der Einstudierung von Bernd Bolsinger spielten Carolin Geitner, William Champion und Isabel Adorf dieses hochinteressante Stück in vier Sätzen äußerst bravourös.

Allegra Musica aus Engelskirchen unter der Leitung von Manfred Schümer sang a cappella: Sätze von H.L. Haßler, (Nun fanget an; Tanzen und Springen), von O. di Lasso unter anderem den Echochor "O al, o che bon eccho" mit einigen Sängern aus dem Rang. Es folgten Chorsätze von R. Schumann und J. Brahms. Der Satz "Im Auto über Land" stammte aus der Feder des Chorleiters.

Nach der Pause stellte sich der Kammerchor Langenfeld unter der Leitung von Christoph Willer vor. Die 16 Damen und Herren trugen sehr anspruchsvoll a cappella zwei Stücke alter Meister (H.L. Haßler, B.Donati) vor. Drei Lieder nach Texten von Heinz Erhard waren von Michael Schmoll humoristisch und witzig komponiert worden: Die sehr gute Beherrschung der Dynamik und die exzellent deutliche Aussprache der Sänger bei den Stücken "Die Made", "die Fliege" und "Singe, wem Gesang gegeben", begeisterten das Publikum.

Der Höhepunkt war der Auftritt des Ratinger Kammerchores unter der Leitung von Dominikus Burghardt. Einführend sangen sie von E. Naumann "Herr unser Herrscher" und zeigten schon hier ihre hervorragende Beherrschung von Agogik, Dynamik und Artikulation.

Das wohl jedem bekannte Volkslied "Der Lindenbaum" wurde in einer verinnerlichten, selten gehörten Edition vorgestellt. Gänsehaut pur. Mit "Cantate Domino" diesmal von einem noch lebenden Komponisten (Vytautas Miskinis) wurde in hervorragender Weise auch die zeitgenössische Chormusik bedacht. Die Ballade "Der Feuerreiter" von H. Distler erklang hochdramatisch, wie in einem 3D-Krimi. Beim "Exultate Deo "von M. Jasinski wurden nochmals alle Register der modernen Chormusik gezogen.

Stürmischer Applaus, der nicht enden wollte. Erst nach einer Zugabe mit dem "Jagdlied" von F. Mendelssohn Bartholdy entließ das Publikum diesen hervorragenden Meisterchor.

Quelle: RP

 

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